Informationszentrum T9, Mittweida

Der Informations- und Kommunikationspunkt am Technikumplatz 9 ent­stand als Ersatzneubau eines historischen Gebäudes. Dieser denkmalge­schützte Bereich wird durch den Neubau wieder vervollständigt, ergänzt das Gebäudeensemble und prägt die städtebaulichen Einfassung des Platzes.

AuftraggeberGroße Kreisstadt MittweidaBaujahr12/2014Baukosten894.000 Euro

Der Neubau nimmt die Gebäudeform des Nachbargebäudes auf, bringt aber durch die gleichzeitige Erhöhung und Verdrehung der Firstlinie einen starken Abschluss der Bebauung und wird damit seiner städtebaulichen Funktion am Schnittpunkt zwischen Technikumsplatz und Stadtring gerecht. Der Neubau entlehnt die vor­handene Gebäudestruktur und führt diese konsequent fort, in Anlehnung an die ortsübliche schwarze Schieferbekleidung der Dächer und Giebel wurde die Fassadenbekleidung ebenfalls aus schwarzem Kunstschiefer hergestellt. Durch die vollständige Verglasung der Giebelseite, wird die Nutzung des Gebäudes als Informat ionszentrum und Jugendtreffpunkt nach außen kommu­niziert.Das Nebengebäudes schließt den Vorplatz räumlich ab und erweitert diesen durch Glasfassaden gleichzeitig auf die Innenräume.

Die innere Struktur der Gebäude organisiert sich entsprechend seiner Lage im Straßenraum und in sei­ner öffentlichen Nutzung. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes befindet sich das Informationszentrum für Stadt und Hochschule sowie die Sozialkontaktstelle. Das Dachgeschoss kann für unterschiedliche Veran-staltungen genutzt werden und dient als Jugendclub. Eine offene Raumwirkung wird durch die Öffnung des Obergeschossraumes bis in die Dachspitze sowie die geschossübergreifenden Fensterelemente erzielt. Im eingeschossigen Nebengebäude befindet sich die Kinderbetreuung. Diesem Bereich ist ein Hof mit Spielplatz zugeordnet.

Die Materialien des Neubaus wurden nach den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Umwelt-verträglichkeit ausgewählt. Der Neubau ist massiv in Kalksandstein- und Stahlbetonbauweise mit einem Holzsparrendach errichtet. Die opaken Flächen der Außenwand und des Daches des Hauptgebäudes sind mit einer wartungsfreien Fassadenbekleidung aus kleinfor­matigen Faserzementplatten und mineralischer Wärmedämmung belegt. Das Nebengebäude setzt sich mit seiner WDVS-Fassade vom Hauptgebäude ab. Alle Glasfassadensysteme sind als Leichtmetall-Elementfassaden mit 3-fach Isolierverglasungen ausgeführt.

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