Neubau einer forstlichen Ausbildungsstätte, Bad Reiboldsgrün

Die Neubaukörper fügen sich durch ihre Materialität, Form und der topographischen Einordnung harmonisch in die umgebende Natur ein. Der sich ergebende kleine Höhensprung wird genutzt, um mittels einer Eingangsrampe direkt das Obergeschoss zu erschließen. Dieser Eingangsbereich ist teilweise überdacht und bindet den durch den Park führenden Fußweg zwischen historischen Hauptgebäuden und Neubau an.

AuftraggeberSIB SachsenBaujahrVergabeverfahren ZuschlagBaukostenk.A.

Zentral befindet sich der Wasch- und Montageplatz. Dieser wird gerahmt von den beiden neuen Baukörpern. Vom Platz aus ebenerdig werden die Werkstätten und Garagen erschlossen.

In dem westlichen mit dem natürlichen Geländeverlauf mitgeführten langen Baukörper befinden sich die Funktionen der Lehre und die gebündelten Umkleiden im Obergeschoss. Die Lernräume sind großzügig verglast und geben durch ihre Anordnung im südlichen Gebäudebereich einen beeindruckenden Blick in die umgebende Natur frei. An der Südseite öffnet sich zudem der Flur zu einer teilweise überdachten Freiterrasse als Pausen – und Aufenthaltszone. Im Erdgeschoss sind Garagen, Lager, Holzlager, Technik und Hausmeister angeordnet.

Getrennt von den ruhigen Funktionen des Lernens und Lagerns wurden die Werkstätten, mit ihrer erforderlichen großen Raumhöhe von rund 6 m, in einem parallel angeordneten Baukörper zusammengefasst. Im südlichen Bereich des Werkstattgebäudes befindet sich ebenfalls ein kleiner Pausenbereich mit teilweise überdachter Freiterrasse. Dieser Bereich setzt auf dem räumlich niedrigeren Tanklagern auf. Durch die Einordnung einer Grüninsel sind die Tanklager von allen Richtungen aus kommend anfahrbar.

In Kooperation mit:

AG Zimmermann

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Neumühlenwehr, Chemnitz

Portfolio

Die Geschichte von Wasserwehranlagen am Standort des heutigen Walzenwehrs reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Mit dem im Jahr 1357 an die Stadt Chemnitz ausgestellten Privileg zur Errichtung einer Landesbleiche am Chemnitzfluß wurde der Grundstein für die Entwicklung zur Stadt der Textilindustrie gelegt. Infolge entstanden eine Reihe von Walken entlang des Chemnitzflusses. Sie befanden sich neben den Mühlen, von denen eine die in den Jahren 1546 bis 1552 erbaute "Neumühle" war. Sie leitete das Triebwasser an einem Wehr aus der Chemnitz in den "Neumühlgraben" aus.

Das Ziel unserer Planung war der Erhalt und die Sanierung des Walzenwehrs als Technisches Denkmal und selbstverständlicher Bestandteil für die Stadt Chemnitz. Eine hohe Herausforderung bestand in der möglichst unaufdringlichen Beleuchtung der Wehrbrücke. Gelöst wurde das Problem mit der vollständigen Integrierung von LED-Lichtleisten in den Geländerhandlauf. Die Belagplatten aus Weißbeton wirken im dunklen wie eine selbstleuchtende Fläche.