82. Oberschule, Dresden

Der Schulstandort befindet sich im Dresdner Stadtteil Klotzsche, abseits der Hauptverkehrsstraßen, fast versteckt in einem villenartigen Wohngebiet und nur reichlich 200 m von der Königsbrücker Landstraße entfernt, die gut in das öffentliche Nahverkehrsnetz der Landeshauptstadt integriert ist.

AuftraggeberLandeshauptstadt Dresden, SchulverwaltungsamtBaujahr02/2015 bis 11/2016Baukosten11,8 Mio. Euro

Das bestehende Schulgebäude ist ein Werk der Gebrüder Kießling, Architekten B.D.A., aus Kötzschenbroda, heute Ortsteil von Radebeul. Der Entwurf entstand 1906, errichtet wurde der Bau von 1912 bis 1913. Die Bestandsbauten achtend, soll der Schulkomplex um einen Schulneubau/Erweiterung und eine neue Sporthalle ergänzt werden. Der großzügige, südorientierte Schulhof soll erhalten bleiben und seine städtebauliche Fassung im Norden erweitert werden. Die denkmalgeschützten, qualitätsvollen Altbaufassaden sollen unverbaut weiter den Standort prägen. Wie gewohnt erfolgt die Erschließung weiterhin von der Hofseite.

Eine zentrale Rolle verbleibt der historischen Treppenhalle mit ihren großzügigen Läufen, den gestalteten Geländern und den Trinkbrunnen in jeder Etage als Bindeglied zwischen Alt- und Neubau. Die Treppenhalle erfährt eine moderne Weiterführung ins Unter- und Dachgeschoss. Eine ebenerdige Einordnung des Speise- und Mehrzweckraumes in den Pausenhof schafft Transparenz und ermöglicht fließende Übergänge zwischen innen und außen, nimmt das Thema Inklusion (Barrierefreiheit) ganz selbstverständlich auf. Durch die Fortführung des bestehenden Schulgebäudes nach Norden bleiben die Längsfassaden ost-west-orientiert. Damit sind alle Schulräume ausreichend besonnt, der Altbau bleibt unverstellt.
Um eine trockene fußläufige Verbindung zwischen Schule und neuer Sporthalle zu erreichen, quert eine offene Überdachung den Pausenhof an der Nahtstelle zum Ulmenhof. Um das Grundstück zu Pflegezwecken erreichen zu können, öffnet sich die Bebauung nach Norden, gleichzeitig bleibt eine attraktive Ansicht erhalten für den Fall des Weiterbaus der Straße oder Anlage eines öffentlichen Geh- und Radweges.

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