30. Grundschule „Am Hechtpark“, Dresden

Das Schulgrundstück befindet sich am Übergang eines städtischen Wohnviertels zu einer offenen Stadtstruktur, geprägt von Kleingartenanlagen und großflächigen Gartengrundstücken mit Kinderbetreuungseinrichtungen. Der bestehende Schulbaukörper aus den 1960er Jahren orientiert sich zu den Wohnbauten, wohingegen der rückwärtige Schulhof sich zur Grünzone der Kleingärten öffnet.

AuftraggeberLandeshauptstadt Dresden, SchulverwaltungsamtBaujahr2016 bis 2020Baukosten10 Mio. Euro

Der Standort des geplanten Neubaus entspricht dem vorgegebenen Baufeld auf der Rückseite des Hauptbaukörpers. Der Neubaukörper ist direkt an die Bestandsschule angebunden und gliedert die Freifläche in einen Schulhof uund einen Hortaußenbereich. Mit der Einordnung von offen gestalteten Gemeinschaftsräumen in diesem Gebäudebereich wird eine Verbindung beider Außenräume ermöglicht. Der Standort für die später geplante neue Schulsporthalle befindet sich ebenfalls im Bereich der jetzigen Sporthalle mit direkter Anbindung an das Schulgebäude. Somit bleibt die historische Grundstücksgliederung erhalten.

Über den Schulhof gelangen die Schüler in das Hauptgebäude. Durch die vorhandene zentrale Eingangshalle erfolgt die Verteilung im Gebäude. Im historischen Schulgebäude sind alle Hauptaufenthaltsräume eingeordnet. Das aus den 1960er Jahren stammende Bestandsgebäude stellt in seiner Formensprache eine klassische, qualitätvolle Schulhausarchitektur dar. Diese soll in ihrem Erscheinungsbild erhalten bleiben. Sämtliche Fensteröffnungen bleiben bestehen, in denen hochwärmegedämmte neue Holzfenster in der vorhandenen Architekturteilung in einem klassischen weißen Farbton vorgesehen sind. Der notwendige außenliegende Sonnenschutz wird nicht sichtbar in der neu aufzubringenden Dämmschicht integriert.

Die Farbgebung der Sonnenschutzbehänge interpretieren klassische Farbtöne der 1960’er Jahre und ordnen sich dadurch angemessen in das klassische Gesamterscheinungsbild ein. Die WDVS-Fassadendämmung wird mit einem hellsandigen groben Spritzputz, in Anlehnung an die ursprüngliche Gestaltung, versehen. Der Neubau setzt diese Fassadengestaltung in einer neu interpretierten Formensprache fort. Auch hier bilden strukturierte Putzoberflächen mit ebenfalls vertikal gegliederten Fensterformaten mit optimiertem Glasanteil die Grundaussage.

In Kooperation mit

AGZ Zimmermann GmbH

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